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Herausgeber:
SV-Ruschwedel
Thomas Loehden (1. Vorsitzender)

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Alle Fragen rund um den SV Ruschwedel können sie an den 1. Vorsitzenden Thomas Löhden richten: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Alle Fragen, die den Spielbetrieb betreffen, können sie an Dirk Ropers richten: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Warum Faustball

Faustball-Geschichte

Faustball ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Erste Darstellungen reichen bis 1900 v. Chr. zurück. Geschichtlich wurde das Faustballspiel erstmals auf einer Gedenkmünze des römischen Kaisers Gordianus aus dem Jahr 242 n. Chr. dargestellt. Antonio Scaino schrieb 1555 die ersten Regeln für den italienischen Volkssport „ginoco del Pallone“.In Deutschland wurden die ersten Spielregeln 1894 von Dr. H. Schnell in Zusammenarbeit mit G.H. Weber erstellt. Dadurch wandelte sich das Faustballspiel wieder vom Gesellschaftssport zum Wettkampf- und Parteienspiel.Seine größte Verbreitung fand das Spiel in Deutschland, wo es seit 1893 organisiert gespielt wird. Zur Zeit sind etwa 50.000 Faustballer in ca. 7500 Mannschaften in Deutschland registriert.Weiterhin wurde das Spiel durch deutsche Auswanderer nach Südamerika und Südwestafrika exportiert.


Spielidee


Grundidee ist es, den luftgefüllten Hohlball in der gegnerischen Spielhälfte so zu platzieren, dass der Gegner diesen nicht oder nur schwer erreichen kann. Der Ball darf nur mit der geschlossenen Faust oder mit dem Arm berührt werden.Es stehen sich dabei zwei Mannschaften mit je fünf Spielerinnen oder Spielern auf einem Spielfeld gegenüber, getrennt durch ein in zwei Meter Höhe gespanntes Netz oder Band.Der Ball darf nach jedem Spielerkontakt einmal auf dem Boden aufspringen und muss spätestens mit der dritten Berührung – von drei verschiedenen Akteuren gespielt – wieder über das Netz (Band) gelangen. Bei jedem Fehler der einen Mannschaft wird der anderen Mannschaft ein Gutball angeschrieben. Angabeberechtigt ist die Mannschaft, die den Fehler begangen hat.


Spielfeld

Faustball ist sowohl eine Feld- (Rasenfeld 20 x 50 m) als auch eine Hallensportart (Feldgröße 20 x 40 m). Das Feld ist durch eine Mittellinie getrennt, über der in 2 Meter Höhe (Männer) bzw. 1,90 Meter Höhe (Frauen) ein bis zu 6 cm breites Band oder Netz an zwei freistehenden Pfosten gespannt ist. 3 Meter von der Mittellinie entfernt ist in jeder Spielfeldhälfte die Aufschlaglinie markiert.


Spielablauf 

 
Ein Spielgang beginnt mit dem Aufschlag und endet mit dem ersten darauf folgenden Fehler. Dabei darf der Ball von jeder Mannschaft pro Spielzug höchstens 3 Mal, mit dem Arm oder der Faust, gespielt werden. Zwischen den einzelnen Ballberührungen durch die Spieler darf der Ball einmal den Boden im eigenen Spielfeld berühren. Beim Rückschlag muss der über das Netz geschlagene Ball im gegnerischen Spielfeld den Boden oder einen Gegenspieler berühren. Mehrmaliges Berühren des Bodens durch den Ball oder das Berühren des Netzes oder der Pfosten durch den Ball oder einen Spieler gelten ebenso als Fehler wie ins Spielfeld-Aus geschlagene Bälle.


Spieldauer 


Es wird nach Gewinnsätzen gespielt, wobei ein Spiel beendet ist, sobald eine Mannschaft zwei Sätze gewonnen hat.Ein Satz ist gewonnen, sobald eine Mannschaft 20 Gutbälle bei einer Differenz von mindestens 2 Gutbällen erzielt hat. Jeder Satz endet jedoch, wenn eine Mannschaft 25 Gutbälle erreicht hat (ggf. 25:24).Besonders im Freizeit – und Breitenbereich kann auch nach Zeit gespielt werden. Die Spielzeit beträgt für Feldfaustball 2 x 15 Minuten und für Hallenfaustball 2 x 10 Minuten. Im Jugendbereich wird entsprechend kürzer gespielt.


Spielball

Der Faustball ist ein luftgefüllter (vom technischen Komitee-Faustball des DTB zugelassener) Hohlball, der gleichmäßig rund und straff aufgepumpt sein muss. Der Luftdruck beträgt 0,55 – 0,75 Bar. Er misst einen Umfang von 62 – 68 cm und hat ein Gewicht von 320 – 380 Gramm.


Mannschaft

Zu einer Mannschaft  gehören 5 Spieler und 3 Auswechselspieler, die nach vorheriger Anmeldung beim Schiedsrichter während einer Spielunterbrechung nach eigenem Verlustpunkt  beliebig oft  ausgewechselt werden können. Es haben wenigstens 4 Spieler zu spilen. Im Faustball hat sich eine Spezialisierung der Spieler durchgesetzt. So stehen in einer Mannschaft Angreifer, Aufbau- und Abwehrspieler.

Grundtechnik

Grundtechnik


Die Grundtechnik ist die Voraussetzung für das Zustandekommen eines Spielablaufs und der Erarbeitung spezieller Techniken.

Der Ball wird mit der Inenseite des Unterarmes gespielt. Der Arm bleibt dabei gestreckt.      

Mit dem Arm nicht ausholen, sondern mit Unterstützung des ganzen Körpers den Ball „schieben”

Angabe

Die Angabe (Aufschlag, Service) wird hinter der markierten 3 Meter Linie ausgeführt. Die Mannschaft, die zuletzt einen Fehler begangen hat (oder zu Beginn eines Spiels den Ball gewählt hat), ist angabeberechtigt. Schlagkraft, Treffsicherheit, ein optimaler Bewegungsablauf und Konzentrationsfähigkeit sind nötig,um die Angabe zu ihrer vollsten Wirkung zu bringen. Mit der Angabe sollte versucht werden, dem Gegner den Spielaufbau unmöglich bzw. ihn zu erschweren. Die Angabe entscheidet schon häufig darüber, welche Mannschaft das Spiel bestimmen wird.

Abwehr


Spektakuläre Hechtsprünge, Gewandheit, Reaktionsvermögen, Konzentration, Schnelligkeit, große Sicherheit am Ball und im Stellungsspiel sowie der Mut zu körperlichem Einsatz – die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Abwehr sind vielfältiger kaum vorstellbar. Die Abwehr sorgt damit für eine mitreißende Dynamik und für ein Kampfmoment beim Faustballsport. In einer gut geschulten und austrainierten Mannschaft bereitet der Hintermann mit einer gekonnten Verteidigungsarbeit den erneuten Angriff vor. Jeder Fehler in der Abwehr führt daher auch zur Schwächung des eigenen Gegenangriffs.

Aufbau

Der Mittelfeldspieler ist der Dreh- und Angelpunkt einer Mannschaft. Praktisch jeder Spielzug, ob Abwehr oder die eigentliche Aufgabe  - das Zuspiel, führt über ihn. Er beeinflusst wesentlich den erfolgreichen Spielaufbau und Abschluss des Angriffes. Der Mittelfeldspieler sollte aus jeder Position im Feld in der Lage sein, seinem Angreifer einen in Entfernung und Höhe präzisen Ball zuzuspielen. Der beste Schlagmann kann sich nicht durchsetzen, wenn das Zuspiel unbefriedigend ist. Häufig bestimmt der Zuspieler mit seinem Aufbau die Art des Angriffs.

Angriff


Das Spiel wird entscheidend durch den Angriffsspieler geprägt. Überdurchschnittliche Schlag und Sprungkraft (die Bälle erreichen eine Geschwindigkeit bis zu 140 km/h), Blick für die Schwächen des Gegners sowie variables Leinenspiel sind die wesentlichen Merkmale eines guten Schlagmannes. Für den spielerischen Erfolg ist der Angriffschlag von erheblicher Bedeutung. So wird eine Mannschaft nur dann erfolgreich sein können, wenn der vom Zuspieler optimal aufgelegte Ball auch vom Angreifer so ins gegnerische Feld platziert wird, dass eine Ballannahme sehr schwierig oder unmöglich wird. Insbesondere durch den Angriffschlag und der Vielzahl seiner Variationen wird diese Sportart so interessant.

Faszination

                                         

 

 

 

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